Monatsarchiv: Mai 2015

Das Aussichtsreich


Hinter den Giebeln der Grachtenhäuser liegen Gärten von stillem Liebreiz. Eine Begegnung mit Blumen, Bäumen, Buchshecken, und den Menschen, die diese Paradiese geschaffen haben.

Museum Van Loon. Bewohner: Philippa van Lohn und ihre drei Kinder. Die original erhaltenen Salons im erdgeschoss und der Beletage sind seit 1973 Grachtenmuseum.

Museum Van Loon. Bewohner: Philippa van Lohn und ihre drei Kinder. Die original erhaltenen Salons im erdgeschoss und der Beletage sind seit 1973 Grachtenmuseum.

Die Dienstbotentür wird mit Elan geöffnet, von einer Dame mit Gipsarm und Perlenkette. Dorothea Beynes-Heijmeijer van Heemstede, seit heute 75, lächelt amüsiert. Sie kam in einem Schloss bei Utrecht zur Welt, als Spross einer Amsterdamer Händlerdynastie. Das Giebelhaus an der Prinsengracht, in dem sie mit ihrem Gatten lebt, ist wie ein Puppenhaus.

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Einfach Meer: Steghäuser


Das Wasser unter den Füßen, das Segelboot vor der Tür – die Bewohner der schwimmenden Bauten von IJburg lieben die Elemente und fühlen sich dabei als Pioniere.

Schwimmende Häuser für Wassermenschen: Das Boot ist in Ijburg das natürlichste Fortbewegungsmittel.

Schwimmende Häuser für Wassermenschen: Das Boot ist in IJburg das natürlichste Fortbewegungsmittel.

Die ersten sechs Monate nach dem Einzug in ihr neues Haus hatte Inge Valk mit der Seekrankheit zu kämpfen. Besonders, wenn es stürmte, kam sie ohne Reisetabletten nicht aus. Die schlaksige, mädchenhaft wirkende Keramikkünstlerin, 55, kichert mit heller Stimme und geht hoch ins Wohnzimmer, wo ihr Lebensgefährte, Schauspielcoach Ruud van Andel, gerade seine Mails am Laptop checkt. Inge Valk läuft vorbei am edelgrauen Sofa, hinaus auf die hausbreite Terrasse mit den eingepassten Teakmöbeln und ruft: „Immer, wenn ich nicht mehr weiterweiß, blicke ich aufs Wasser: Das Wellenspiel, die Wolken, der Wind – das alles inspiriert mich!“

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