Die Kolonie


Abwanderung, Strukturschwäche, Leerstände – diesem Image des nordöstlichen Oberfrankens haben die Mitglieder der Künstlerkolonie (KüKo) Fichtelgebirge viel entgegenzusetzen: Kreativität, Improvisationstalent, Offenheit.

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Im Mai luden die Maler, Musiker, Bildhauer, Filmemacher, Textil- und Fotokünstler tschechische Freunde und Kolleginnen nach Bad Alexandersbad zum Symposium Pappen Stil ein. Mit von der Partie war auch der englische Multimedia-Künstler Nigel Amson. Der Unternehmer Stefan Schaller stellte eine Etage in einem leerstehenden Gebäude seiner Pappenfabrik zur Verfügung, dann wurde vier Tage lang geschnitten, geheftet, gefalzt, genäht und gestanzt. Passend dazu lieferte die Percussionistin Stefanie Batschko eine musikalische Einlage, deren Klänge ausschließlich von Papier erzeugt wurden.

Die im Workshop entstandenen Kleider, Collagen, Skulpturen und Origami-Puzzles aus Papier und Pappe sind im Oktober im Westböhmischen Theater von Cheb/Eger ausgestellt. Mit der Förderung durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung stehen die Chancen für KüKo gut, in Zukunft weitere internationale Künstler in die ländliche Region im Nordwesten Oberfrankens zu locken. Dort schwächelt der Gesundheitstourismus, doch für die Bildhauerin Annette Hähnlein, Projektleiterin von Pappen Stil, und KüKo-Initiatorin Sabine Gollner ist ein halbleeres Glas immer noch halb voll. Sie haben sich vorgenommen, Workshops auch für die Öffentlichkeit anzubieten – vielleicht mit dem einen oder anderen Kurgast als Teilnehmer.

Weitere Informationen finden Sie unter www.badalexandersbad.info

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