Grundkurs in Dolce Vita


RM_2013_02_174x225Wenn Sie das süße Leben kennenlernen wollen, fahren Sie bitte nicht gleich nach Rom. Dort wurde das Dolce Vita zwar erfunden und perfektioniert, die italienische Metropole aber hat keine Zeit, ihren Besuchern diese Kunst beizubringen. Reisen Sie lieber zuerst an den Gardasee. Dort, am Fuß der südlichen Alpen, hat die Fakultät „Süßes Leben“ noch jede Menge Studienplätze frei. In den Orten rund um den See können blasse Besucher aus Deutschland unter idealen Bedingungen lernen.

Die entspannte Lebensart – egal ob für Gourmets, Sportler, Künstler – gehört am Gardasee zum Alltag. Dass die meisten Gastgeber Deutsch verstehen, erleichtert das Erstsemester. Drei bis vier Tage genügen, um in diese spezielle Mischung aus südländischem Temperament und teutonischen Tugenden einzutauchen.

Im Norden des Sees blickt der Gast aus distanzierter Höhe von seiner warmen Sonnenterrasse auf den blauen See. Weiße Schaumkronen und bunte Farbtupfer von Windsurfern, Jollenseglern und Kitern ergeben ein quirliges Durcheinander. Alle finden Platz und haben Spaß. Hin und wieder fordert eines der großen Fährboote aus dem Süden Vorfahrt. Leben und leben lassen, Dolce Vita eben.

Ramstetter

Was auf dem Wasser funktioniert, gilt auch für die Plätze und Promenaden. Radfahrer, Autos und Flaneure drängeln sich ufernah im entspannten Miteinander. Die Men­schen suchen vor Bars und Osterien einen Sitzplatz mit Aussicht. Kühle Getränke wer­den serviert, dazu Oliven oder gewaltige Eisbecher. Eine Piazza wirkt wie eine Bühne für das große Schauspiel der Sinne. Sehen und gesehen werden, rund um die Uhr. Es ist noch nicht ganz die Lebenslust, die Rom vereinnahmt, aber eine erste, problem­los erlernbare Lektion.

Deutschen fällt diese am Gardasee besonders leicht, weil sie hier noch Spuren ihres gewohnten Alltags ausmachen können – sagen wir, sie geben sich dem „Deutsche Vita“ hin. Diese Ausgabe soll Ihnen helfen, das Dolce Vita zu finden. Denn wir wissen es ganz sicher: Rund um den Gardasee beginnt das süße Leben.

Viel Spaß mit dem ADAC Reisemagazin wünscht
Ihr Michael Ramstetter

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