Monatsarchiv: Oktober 2012

Im Namen des Folks


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Wir haben die Insel der Sänger, Tänzer und Komponisten bereist und erlebt, dass überall irische Musik erklingt. Sie stiftet Identität, inspiriert Weltstars – die Lieder verzaubern auf Festivals und in Pubs. Eine Rundfahrt ins Herz und zur Seele des Landes.

Ross Mannion verkauft jeden Tag ein Stück seiner Seele. Er reicht in Plastikhüllen verpackte Tonträger mit Heimat­klängen über die Ladentheke aus dunklem Holz. Der Record Room in der Grattan Street von Sli­go ist ein Familienbetrieb, der seit 29 Jahren existiert: „Er ist genauso alt wie ich“, sagt Ross, des­sen düstere Tattoos an den Oberarmen nicht recht zu seinen weichen, fast teddyhaften Zügen passen. An der Wand hängen vergilbte Plattenco­ver und erinnern an alte Zeiten. Whitney Houston, Billy Idol, Michael Jackson. „Früher“, sagt Ross, „haben wir auch Popmusik verkauft, aber seit es Internet und Supermarktketten gibt, lohnt sich das nicht mehr.“ Er deutet auf die Regale, in de­nen alle CDs alphabetisch sortiert sind: Chief­tains, Dubliners, Paddy Reilly, The Wolfe Tones. Weiterlesen

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Nicht nur Dublin fühlt sich gut an


Ein Stadtporträt über die lebhafte irische Metropole, eine Bustour auf den Spuren des Folk, die besten Bars der Insel und vieles mehr finden Sie in unserem aktuellen Reisemagazin.

Gefeierte Schlägertypen


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Die Iren lieben Hurling, diesen eigentümlichen Ballsport mit keltischen Wurzeln. In Kilkenny, der Stadt des irischen Rekordmeisters, verehren sie ihre Spieler sogar wie Heilige.

No Fear! Keine Angst! Wenn Achtjährige das brüllen, klingt es etwas komisch, aber immer noch putzig. Sie haben gelernt: Wer sich fürchtet und zurückzieht, der hat schon verloren. Den Kampf um den lederbezogenen Korkball sowieso – und böse verletzen wird er sich womöglich auch. Aber wer eine Sportart ausübt, bei der man damit beginnt, sich einen Helm aufzusetzen und sich einen Hurley, den Eschenholzschläger, mit voller Wucht gegen das Gitter des Helms quasi ins Gesicht zu hauen, der hat das mit der Angst ohnehin schon längst abgehakt. Weiterlesen

Alles im grünen Bereich


Nicht wenige glauben, das Klima eines Landes bestimme die Mentalität der Menschen: Weil es im Norden oft kalt und dunkel ist, seien die Einheimischen verschlossen und unterkühlt. Wer im Süden lebt, müsse dagegen heiter und freundlich sein. Mit dieser Theorie können beispielsweise Deutsche bequem ihre schlechte Laune rechtfertigen. Falsch ist sie trotzdem. Dass ein sonniges Gemüt nichts mit Meteorologie zu tun hat, erkennen Irlandreisende schnell: Kein noch so heftiger Regenguss kann die Warm­herzigkeit, den Humor und die gute Laune der Iren trüben. Weiterlesen