So klingt New York


New York, der „Big Apple“, ist neben Los Angeles, Chicago, New Orleans und Nashville eine der Musikhauptstädte in Amerika. Von hier aus gingen viele musikalische Trends durch Amerika und dann um die Welt: Jazz, Swing, Disco, Punkrock, New Wave und schließlich auch Hip-Hop. Deshalb zieht es seit jeher sehr viele Musiker hierher – diejenigen, die Erfolg haben, und diejenigen, die ihre Chance noch suchen müssen. NY hat so viele Weltstars hervorgebracht, dass es mir schwerfällt, mich auf eine Top-10-Liste zu beschränken.

Die Top 10 von Chartmann Chris Baumann, Moderator bei BAYERN 3

1. Lady Gaga („Yoü and I“)

Lady Gaga, eigentlich Stefani Joanne Angelina Germanotta, fällt durch ihre extravaganten Bühnenshows und Outfits auf. Einen neuen Song schreibt sie in nur zehn Minuten. Sie hat den Dreh einfach raus und räumt erfolgreich ab. Fünf Grammy-Awards hat sie schon gewonnen und allein im Jahr 2010 90 Millionen Dollar verdient; ihr Erfolg ist nicht zu stoppen. Derzeit ist die 25-Jährige in New York im Radio mal nicht mit ihrem typischen Dance-Sound, sondern etwas ruhiger und relaxter zu hören: Mit der Powerballade „Yoü and I“, bei der kein Geringerer als Brian May von „Queen“ Gitarre spielt.

2. Jay-Z & Alicia Keys („Empire State of Mind“)

Alicia Keys und Jay-Z aus New York präsentieren eine Hymne über ihre Heimatstadt. Alicia ist eine der erfolgreichsten Rhythm&Blues-Sängerinnen der heutigen Zeit. 14 Grammies hat sie bekommen;  das Musikmagazin „Billboard“ kürte sie zur besten R&B-Musikerin des letzten Jahrzehnts. Sie durfte zum James-Bond-Streifen „Ein Quantum Trost“ den Titelsong mit White-Stripes-Sänger Jack White aufnehmen.

Jay-Z hingegen ist der Topverdiener im Hip-Hop. Sein Vermögen wird inzwischen auf 150 Millionen Dollar geschätzt. Er ist nicht nur Musiker, sondern war zwischenzeitlich auch Plattenmanager und besitzt eine Modefirma.

3. Billy Joel („Piano Man“)

Billy Joel macht seit über 45 Jahren Musik. Sein Vater stammte aus Nürnberg, seine Mutter ist Engländerin. Das Debütalbum „Cold Spring Harbour“ wurde ein Flop. Die Konsequenz war, dass Billy Joel sechs Monate lang in Los Angeles in der Pianobar „The Executive Room“ spielte, um seine Wohnungsmiete bezahlen zu können. Darüber hat er den autobiografischen Song „Piano Man“ geschrieben. Das Klavier ist die Heimat von Billy Joel, egal ob rockig oder eher jazzig.

4. Tico Torres (Bon Jovi: „Runaway“)

Tico Torres, Sohn kubanischer Einwanderer, ist der Schlagzeuger der weltweit erfolgreichen Rockband Bon Jovi. „Runaway“ war ihr erster Charterfolg. Die Band ist für Torres so etwas wie eine Familie geworden. Nichtsdestotrotz freut er sich, wenn er nach Hause zu seiner eigenen Familie kommt. Deshalb hat er auch für seinen Nachwuchs eine eigene Modekollektion mit dem Namen „Rock Star Baby“ kreiert. Außerdem arbeitet er seit den 1990ern auch als Maler und Bildhauer. Seine Werke erzielen Verkaufspreise von bis zu 12.000 US-Dollar.

5. Scissor Sisters („I don’t feel like dancin'“)

Mit den Scissor Sisters lebt die Discowelle der Siebziger Jahre wieder auf. Sie kleiden sich wie damals in glitzernden Anzügen und Kleidern, längsgestreiften Hosen und den damals angesagten knalligen Farben. Die hohe Tonlage ihrer Songs erinnert sehr stark an die Bee Gees. Die vier Mitglieder von den Scissor Sisters sind auch durch die Schwulenszene in New York beeinflusst. „I don’t feel like dancin’“ war ihr großer Nummer-eins-Hit. Mitgeschrieben hat ihn Elton John, der bei der CD-Aufnahme auch den Klavierteil einspielte.

6. Vanessa Williams („Save the best for last“)

Vanessa Lynn Williams wurde 1983 zur ersten afroamerikanischen „Miss America“ gewählt. Das musikalische Talent bekam sie von ihren Eltern, die beide Musiklehrer waren, in die Wiege gelegt. 1992 gelang ihr der Durchbruch mit der Ballade „Save the best for last“, ein Song über unerwiderte Liebe, die aber dann doch ein Happy End findet. Neben der Musik arbeitet Vanessa Williams auch als Schauspielerin. Im Film „Eraser“ war sie an der Seite von Arnold Schwarzenegger zu sehen, aktuell spielt sie in der populären Fernsehserie „Desperate Housewives“ die neue Nachbarin Renée Perry.

7. Norah Jones („Sunrise“)

Norah Jones ist Tochter von Susan Jones und dem indischen Musiker, Komponisten und Sitarspieler Ravi Shankar. Mit sechs Jahren begann sie Klavier und zeitweise auch Trompete und Saxophon zu lernen. Als gebürtige New Yorkerin zog es sie nach ihrer Jugend in Texas wieder zurück in den Big Apple. Dort spielte und sang die Jazzsängerin in verschiedenen Clubs. Dank ihrer Begabung bekam sie einen Plattenvertrag. „Sunrise“ war bei uns in Deutschland bisher ihr größter Hit.

8. Art Garfunkel (Simon & Garfunkel: „Sound of Silence“)

Das Schauspiel „Alice im Wunderland“ ebnete eine Weltkarriere: Dort trafen sich Art Garfunkel und Paul Simon. Zuerst sangen sie als „Tom & Jerry“ zusammen, später als Simon & Garfunkel und erlangten als Folk-Duo Weltruhm. „Sound of Silence“ war ihr großer Durchbruch und in ihrer Heimat gleich ein Platz-1-Hit. Art Garfunkel hat auch solo erfolgreich Musik gemacht. Ein weiteres Projekt in seinem Leben ist „The Walk“: Art Garfunkel versucht möglichst viele Strecken auf der Welt zu Fuß zurückzulegen.

9. Luther Vandross („Ain’t no stoppin‘ us now“)

David Bowie, Roberta Flack, Carly Simon, Donna Summer oder Barbra Streisand – das sind die Musiker, bei denen Luther Vandross am Anfang seiner Karriere im Background gesungen hat. Nach der Zeit mit der Gruppe „Change“ hatte er solo Erfolg und sang auch Duette mit Größen wie Janet Jackson oder Mariah Carey. Auf Konzerten präsentierte er eigene Songs, nahm aber auch gerne mal Songs von anderen Künstlern auf. In dem Video zeigt er 1995 mit dem Klassiker „Ain’t no stoppin‘ us now“, dass er ein richtiger Partytiger ist. Leider ist er im Jahr 2005 an den Folgen eines Schlaganfalles im Alter von nur 54 Jahren verstorben.

10. Eddie Money („Walk on Water“)

Vom Polizisten zum erfolgreichen Rockstar – diesen Weg hat Eddie Money eingeschlagen, und besonders unter Rockfans ist seine Musik sehr beliebt: typischer Classic Rock der Achtzigerjahre. „Baby hold on“, „Take me home tonight“, „Two tickets to paradise“ oder „Walk on water“ sind seine bekanntesten Hits. Letzterer ist auch einer der Lieblingssongs  des früheren Bayern-3-Moderators und Fernsehentertainers Thomas Gottschalk.

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